Weltraumtechnik zur Bekämpfung von Waldbränden in Brandenburg

Weltraumtechnik im Brandenburger Wald? Klingt verrückt, dachten wir uns und haben die Waldbrandzentrale Süd in Wünsdorf bei Zossen besucht. Hier wird nämlich auf einem alten Feuerwachturm Sensortechnik aus einer Marsmission genutzt, um Waldbrände rechtzeitig zu erkennen.

32 Meter über den Waldboden wurde die Technik verbaut, die Rauchwolken am Horizont erkennt und an die Waldbrandzentrale weiterleitet. Die Zentrale ist ständig mit sechs Mitarbeitern besetzt, die sich die Meldungen über Rauchentwicklung anschauen und bei Bedarf an die zuständige Feuerwehr weiterleiten. Manchmal werden auch Staubwolken von Erntearbeitern oder naheliegenden Industrieschornsteinen angezeigt. Doch ein echter Brand kann auf diese Weise viel früher und genauer erkannt werden als durch Menschenaugen.

Die brandburgischen Wälder neigen aufgrund Ihrer Beschaffenheit mit trockenem Boden und viel Nadelholz zu einer hohen Waldbrandgefahr. Die EU schätzt die Gefahrenlage in Brandenburg genauso hoch ein wie in den südeuropäischen Ländern Spanien oder Italien, daher wird der Einsatz der Technik aus europäischen Mitteln unterstützt.

Eine bemerkenswerte Technik, die gerade nach den trockenen Sommern in den vergangenen Jahren einen großen Beitrag leistet brennende Wälder zu vermeiden.

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